Die elsässische Weingegend erstreckt sich entlang der
Vogesen über hundert Kilometer von Norden nach Süden. Aufgrund ihrer Lage
an den Gebirgsausläufern der Vogesen ist sie einem subkontinentalen Klima
mit strengen Wintern und oft gewitterigen Sommern ausgesetzt. Durch das
Vogesenmassiv gegen den ozeanischen Einfluss abgeschirmt, profitiert sie
von einem der trockensten Klimas und den geringsten Regenfällen Frankreichs,
und dieses sonnige, warme und trockene Klima ist für die langsame und
progressive Reifung der Trauben sehr vorteilhaft und begünstigt die Entfaltung
von Aromen größter Finesse.
Vor 50 Millionen Jahren durch das Absinken des die Vogesen und den
Schwarzwald bildenden Massivs entstanden, ist der Boden im Elsass äußerst
unterschiedlich: Lehm und kalkhaltiger Boden bei Rouffach, Kiesel- und
Lehmerde bei Ammerschwir, Riquewihr und Ribeauville, Löß und Kalk bei
Eguisheim, kalkhaltig bei Ingersheim und Mittelwihr, aber auch lehmhaltige,
granitartige oder aus angeschwemmtem Geröll bestehende Böden sind vorhanden.
So findet man manchmal in einer einzigen Gemeinde, wie zum Beispiel
in Kientzheim oder Kaysersberg, vier oder fünf verschiedene Erdarten.
Diese geologischen Elemente bringen die Benutzung zahlreicher Rebsorten
mit sich: Gewürztraminer, Riesling, Tokay-Pinot gris, Muscat, Sylvaner,
Pinot blanc oder Klevner und Chasselas für die Weißweine und Pinot noir
für die Rot- und Roséweine. Das Elsass ist eine der seltenen Regionen,
wo der Wein im allgemeinen nach dem Namen der Rebsorte, von der er zu
100% abstammt, benannt wird. Die einzige Ausnahme bildet der Edelzwicker,
eine Mischung aus mehreren Elsässer Rebsorten. Der Herkunftsbezeichnung
Elsaß folgt somit stets der Name der Rebsorte oder die Benennung Edelzwicker.
Die Weine aus dem Elsaß werden immer in der Region ihrer Produktion
in Flaschen gefüllt und in ihrer typischen, ihnen vorbehaltenen Flasche
"la flûte d'Alsace" (die Elsässer Flöte) präsentiert.
Die
50 gesetzlich festgesetzten Herkunftsbezeichnungen des Grand Cru d'Alsace.
Gesetzlich festgesetzte Herkunftsbezeichnung für das Elsaß ist allein
den Rebsorten Riesling, Gewürztraminer, Muscat und Tokay-Pinot gris vorbehalten,
da diese ganz besonderen Produktionsbedingungen in Bezug auf den Ertrag
und den hohen Gehalt an ursprünglichem Zucker entsprechen. Die Herkunftsbezeichnung
Alsace Grand Cru kann von dem Namen einer der fünfzig vorschriftsmäßig
genehmigten Orten begleitet sein.
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Rebsorten für einen Boden
Im Elsass sind die weißen Rebsorten König.
Nur eine rote Rebsorte konnte sich durchsetzen und auf diesem Boden besondere
Qualitäten entwickeln: der Pinot noir.
Man sollte sich davor hüten, die weißen Rebsorten des Elsass mit der Sichel
in einer steigenden Qualitätsreihenfolge "einzuordnen", indem man sich
auf den durchschnittlichen Preis einer Flasche und eine ansteigende aromatische
Intensität basiert: Sylvaner zum Anfang, dann Riesling und schließlich
Gewürztraminer-le-prestigieux.
Wobei der Chasselas, Muscat, Pinot blanc, Tokay Pinot gris und der große
Pinot noir marginal wären. So funktioniert die Sache jedoch nicht.
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